Firmengründung vs. Firmenkauf – Vor- und Nachteile

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Jungunternehmer, Existenzgründer aber auch erfahrene Unternehmer stehen mit neuen Ideen oftmals vor einer Art Scheideweg: Während es sich in einigen Fällen empfiehlt ein Unternehmen von der Pike auf großzuziehen und dementsprechend mit einer Neugründung ganz von vorn zu beginnen, kann es in anderen Fällen wiederum ratsam sein, einen bereits existierenden Betrieb aufzukaufen. Firmengründung und Firmenkauf können unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren immer diverse Vor- und Nachteile mit sich bringen, die je nach spezifischem Einzelfall analysiert werden sollten. Nur selten empfehlen sich Kurzschlusshandlungen oder Ad-hoc-Aktionen, die ohne tiefer gehende Kenntnisse durchgeführt werden. Was sich dagegen empfiehlt, ist in der Regel ein beratender Begleiter, der sich beispielsweise aus unseren Reihen rekrutieren lässt. Mit unserer langjährigen Erfahrung haben wir bereits zahlreiche Unternehmensgründungen begleitet und können dementsprechend genau identifizieren, in welchem Fall die Zeichen auf eine Firmengründung oder einen Firmenkauf hindeuten.

Gerade diejenigen Unternehmer, die sich zum ersten Mal mit einer erfolgversprechenden Geschäftsidee auseinandersetzen, haben meist nur wenige Vorstellungen davon, wie ein wirklich gelungener Unternehmensstart auszusehen hat. Diesen Existenzgründern geht es vornehmlich darum, möglichst schnell das eigene Geschäft aufzuziehen – die Option, sich mit einem Firmenkauf verschiedene zeitraubende und kostenintensive Arbeitsschritte zu ersparen, kommt ihnen meist nicht in den Sinn. Andererseits wiederum ist es häufig so, dass Unternehmer, die bereits viele Jahre auf dem Markt tätig sind, häufig dazu neigen, Firmen einzukaufen und über diesen Zweig eigene Unternehmen zu installieren. Dieser Weg ist zwar häufig mit weniger bürokratischem Aufwand verbunden, muss sich allerdings nicht immer lohnen.

Um die Unsicherheiten bezüglich der Firmengründung und des Firmenkaufs etwas zu beseitigen, sollen nachfolgend einzelne Aspekte der beiden Möglichkeiten genauer in den Fokus gerückt werden, um so erkennen zu können, welche Vor- und Nachteile beide Optionen mit sich bringen können. Das Ziel kann und darf an dieser Stelle selbstverständlich kein handfester Ratschlag sein, den Unternehmensgründer anschließend in jedem Fall und unbedingt annehmen sollen. Individuelle Situationen können solche allgemeinen Ausführungen schließlich nie erschöpfend mitbehandeln, sondern bestenfalls anreißen. Stattdessen soll der nachfolgende Beitrag vielmehr dazu dienen, eine erste Vorstellung davon zu bekommen, dass Existenzgründern verschiedene Varianten offenstehen, um die eigene Geschäftsidee zu verwirklichen. Welches Modell für die eigene Idee am besten geeignet ist, kann durch uns nicht vorgegeben werden. Allerdings möchten wir nicht nur mit der Bereitstellung der nachfolgenden Ausführungen unterstützend zur Seite stehen. Gern helfen wir auch dabei umfassende Analysen zu erstellen, welche die jeweilige Unternehmensform berücksichtigen und dabei helfen können, die profitabelsten Entscheidungen zu treffen. Dabei können wir außerdem auch durch den Gründungs- bzw. Kaufprozess per se begleiten.

Die individuelle Gestaltung

Einer der deutlichsten Vorteile einer Firmengründung gegenüber dem Firmenkauf ist die Möglichkeit der individuellen Gestaltung. Gerade Jungunternehmer, die sich zum ersten Mal mit einer eigenen Geschäftsidee selbstständig machen möchten, legen großen Wert auf diesen Aspekt. Schließlich soll die individuelle Vision möglichst eigenständig umgesetzt werden und den konkreten Vorstellungen dabei im besten Fall so nah wie möglich kommen. So soll das eigene Unternehmen beispielsweise den eigenen Namen tragen, was für viele Unerfahrene in der eigenen Vorstellung nur dann realisierbar ist, wenn das Unternehmen auch selbst gegründet wurde. Dabei missachten jedoch viele Existenzgründer, dass auch ein erworbener Betrieb ohne weiteres umbenannt werden kann. Wer beispielsweise eine Aktiengesellschaft erwirbt, kann diese nach seinem eigenen Gutdünken umbenennen, sofern der neue Name noch nicht vergeben ist und der Zusatz AG im Namen geführt wird.

Daneben empfinden es viele Jungunternehmer als äußerst relevant das eigene Image des Unternehmens von Grund auf selbst gestalten zu können. Bereits bestehenden Firmen und Betriebe sind meist bei Kunden aller Art bekannt, haben bereits einen Ruf und eine Art Profil, das zwar Wiedererkennungswert besitzt, aber nicht die unmittelbar eigenen Interessen und Absichten des Unternehmers widerspiegeln muss.

Der Rückgriff auf bestehende Komponenten

Während einige Jungunternehmer großen Wert auf Individualität und eingestände Arbeit legen, kann es für viele andere Unternehmer wiederum überaus positiv sein auf bereit existierendes Potential zurückzugreifen und dieses gleichsam für sich nutzbar zu machen. Wenn ein Unternehmen in einer bestimmten Branche bereits existiert und sich dort einen guten Ruf erarbeitet hat, spricht prinzipiell nichts dagegen, dieses gute Image für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren. Das Ganze lässt sich mit einem Beispiel besonders einfach verdeutlichen:

Ein Jungunternehmer A entwickelt eine neue Idee für einen Energy Drink, der mit einer neuen Rezeptur nicht nur einen außergewöhnlichen Geschmack mit sich bringt, sondern außerdem auch hinsichtlich der Verleihung von Energie aufgrund verschiedener Kräuterzusätze besonders effektiv ist. Diesem Jungunternehmer A bieten sich nun zwei Möglichkeiten: Er kann entweder ein völlig neues Unternehmen aus dem Boden stampfen oder beispielsweise eine Firma erwerben, die bereits auf dem Markt der koffeinhaltigen Erfrischungsgetränke tätig ist. Die genauen Umstände eines solchen Firmenerwerbs sind an dieser Stelle irrelevant, was zählt ist dagegen der mögliche Nutzen für den Jungunternehmer A.

Wenn A sich für ein völlig neues Unternehmen entscheidet, muss ihm klar sein, dass er sich mit seinem Produkt auf dem Markt zunächst einmal vollkommen neu etablieren muss. Das bedeutet, dass er beispielsweise besonders hohe Werbungskosten hat sowie zahlreiche Produktproben und Verkaufsgespräche einkalkulieren muss, bevor er überhaupt daran denken kann, einen Gewinn einzufahren. Schließlich muss ein neues Produkt zunächst einmal auf dem Markt erscheinen, bevor es von der späteren Zielgruppe überhaupt gekauft werden kann. Wenn Jungunternehmer A sich allerdings für den branchennahen Firmenkauf entscheidet, kann er sich viele dieser aufwendigen Schritte sparen. Er verfügt bereits über eine Zielgruppe, der Name des eigenen Produktes bzw. der Firma ist bereits bekannt und nun geht es nur noch um die Bewerbung der neuen Rezeptur. Dies kann für A nicht nur eine Reduktion hinsichtlich des Arbeitsaufwandes sondern auch bezüglich der Kosten bedeuten.

Das obige Beispiel kann allerdings nur funktionieren, wenn der Ruf des bestehenden Unternehmens, das A erwirbt, auch wirklich tadellos ist. Wer ein Unternehmen mit beschädigten Ruf oder Image sein eigenen nennt, muss mit mehr oder weniger großen Widerständen bei der Etablierung seines neuen Produktes rechnen. Wenn beispielsweise die Getränke des vorherigen Unternehmens einen schlechten Geschmack oder zweifelhafte Inhaltsstoffe aufgewiesen haben, wird es Jungunternehmer A nur schwer gelingen, die Zielgruppe von einem neuen Image zu überzeugen. In diesem Fall wäre dann eine Firmengründung der zielgerichtetere Weg gewesen. Um diese verschiedenen Faktoren, die beispielsweise das Ansehen eines Unternehmens mit sich bringt, einkalkulieren zu können, sollten engagierte Jungunternehmer sich im besten Fall an uns als kompetente Fachexperten wenden. In den letzten Jahren haben wir mit unserem umfangreichen Wissen nicht nur zahlreiche Firmengründungen sondern auch diverse Firmenkäufe begleitet. Dementsprechend verfügen wir über die notwendige Erfahrung, um ein derartiges Vorhaben zum Erfolg zu führen.

Der geringere Aufwand

Für viele Jungunternehmer spielen nicht nur das Image oder die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten eine Rolle bei der Unternehmensgründung. Auch der nicht zu verachtende bürokratische Aufwand, mit dem eine Gründung einhergeht, sollte nicht aus dem Blick verloren werden. Gerade für diejenigen, die sich mit dem bürokratischen Apparat sowie verschiedenen Richtlinien und Vorgehensweisen nicht so gut auskennen, kann es oftmals verlockend erscheinen, eine Firma zu kaufen, anstatt sie selbst zu gründen. In der eigenen Vorstellung kann auf diese Weise der gesamte Gründungsprozess umgangen werden.

In der Realität haben derartige Vorstellungen leider nicht immer Bestand. Zwar kann eine gut geplante Firmenübernahme den Arbeitsaufwand minimieren, allerdings ist dies auch wirklich nur bei gut geplanten Aktionen der Fall. Wer unüberlegt oder spontan handelt, kann verschiedene Faktoren übersehen, die später wiederum zu reichlich Ärgernissen führen können. Wenn beispielsweise ein Unternehmen überschuldet ist oder diverse Verpflichtungen mit sich bringt, sollte sich ein Firmenkäufer über die nachfolgenden Konsequenzen im Klaren sein. Auch aus diesem Blickwinkel betrachtet kann es sich lohnen, bereits vor den konkreten Kaufverhandlungen mit einem unserer Experten Kontakt aufzunehmen.