Die Schweizer Aktiengesellschaft – Eine kurze Übersicht

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Wer sich mit einem eigenen Unternehmen langfristig eine gesicherte Existenz aufbauen möchte, muss nicht nur über ein gutes Geschäftsmodell, einen ausgereiften Business-Plan sowie ausreichend Durchhaltevermögen und Einsatzbereitschaft verfügen, sondern sollte sich auch für die richtige Gründungsform entscheiden. Einem Einzelunternehmer stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl: Er oder sie kann sich als Freiberufler selbstständig machen, ein Einzelunternehmen oder eine GmbH gründen. Jede einzelne dieser Rechtsformen bringt verschiedene Vor- und Nachteile mit sich, die je nach individueller Situation sowie Projektvorhaben unterschiedlich ins Gewicht fallen.

In der Schweiz ist neben dem Einzelunternehmen die Aktiengesellschaft (AG) eine der am häufigsten gewählten Gründungsformen. Dies beruht auf einer ganzen Reihe spezifischer Eigenschaften, die mit der Gründung einer AG einhergehen, und die sich für viele Neugründer und Jungunternehmer als besonders praktisch erweisen können. Dabei ist es mittlerweile auch möglich als Einzelperson eine AG, die sogenannte Ein-Personen-AG zu gründen, wohingegen bis vor wenigen Jahren mindestens drei Personen für die Gründung einer AG erforderlich waren. Aufgrund dieser Tatsache ist die Rechtsform der Aktiengesellschaft in den letzten Jahren noch attraktiver geworden und darf sich über immer größeren Zuwachs freuen.

Trotz des hohen Grades an Attraktivität und der Menge an Vorteilen, welche die Gründung einer Schweizer Aktiengesellschaft mit sich bringt, ist selbige auch immer mit einem großen Aufwand hinsichtlich verschiedener rechtlicher Bedingungen versehen. Eine AG lässt sich nicht einfach so nebenbei gründen und es existieren viele rechtliche Aspekte, die bei der Gründung unbedingt beachtet werden sollten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich für diejenigen, die Interesse an der Gründung einer Schweizer Aktiengesellschaft haben, sich bereits im Vorfeld mit einem unserer Mitarbeiter aus unserem erfahrenen Expertenteam zu beraten. Dieser kann den Interessenten anschließend nicht nur genau über sämtliche Vor- und Nachteile aufklären, sondern auch durch den gesamten Gründungsprozess begleiten. Auf diese Weise kann der Jungunternehmer nicht nur sichergehen, dass sämtliche Prozesse und Arbeitsschritte ordnungsgemäß erledigt werden, sondern sich darüber hinaus auch verstärkt der Umsetzung der eigenen Unternehmensidee kümmern, während wir uns mit der Gründung per se beschäftigen.

Um zunächst einmal einen ersten Eindruck davon zu gewinnen, ob und weshalb eine Schweizer Aktiengesellschaft eventuell das richtige Modell für die eigene Unternehmensgründung sein kann, wird nachfolgend ein kurzer Überblick gewährt. Dieser soll skizzenhaft kurz die wesentlichen Merkmale einer Schweizer Aktiengesellschaft umreißen und bereits auf einige Vorteile hinweisen. Dabei sollten Interessenten allerdings stets im Hinterkopf behalten, dass es sich bei diesen Ausführungen nur um einen groben Abriss handelt, der keineswegs erschöpfend sein kann. Für weitere Fragen und Details empfiehlt sich deshalb die direkte Kontaktaufnahme mit einem unserer Experten.

Grundsätzliche Fakten zur Schweizer Aktiengesellschaft

Eine Schweizer Aktiengesellschaft stellt eine Rechtsform der Kapitalgesellschaft dar, deren gesetzliche Grundlagen im Obligationenrecht behandelt werden. Für die Gründung einer Schweizer Aktiengesellschaft wird ein sogenanntes Aktienkapital benötigt, welches insgesamt 100.000 Schweizer Franken zu umfassen hat. Zum Zeitpunkt der Gründung müssen allerdings nur 20 Prozent, mindestens jedoch 50.000 Schweizer Franken entweder in Form von Bargeld oder als sogenannte Sacheinlagen vorhanden sein. Bei der Kapitalzusammenstellung mithilfe von diesen Sacheinlagen handelt es sich um eine qualifizierte Gründung, wobei als Sacheinlagen beispielsweise Computer, Fahrzeuge oder Maschinen angesehen werden können.

Die Möglichkeit, nicht vorhandenes Bargeld durch Sacheinlagen zu ersetzen, bietet sich gerade für Jungunternehmer an, die bisher noch über kein großes Budget verfügen. Sie erhalten die Option, bereits existierende Geräte und Maschinen, wie etwas Computer oder PKWs für die Gründung der AG aufzuwenden und können mit dem Gründungsprozess fortfahren. Dementsprechend ist eine Schweizer Aktiengesellschaft längst nicht mehr nur eine Rechtsform, die sich ausnahmslos für gestandene Unternehmen mit großem Budget eignet.

Für einer Schweizer Aktiengesellschaft bedarf es bei der Gründung außerdem eines Namens, der unbedingt den Zusatz AG enthalten muss und bisher noch nicht vergeben sein darf. Existiert bereits eine andere Aktiengesellschaft oder ein anderes Unternehmen mit demselben Firmennamen, muss der Neugründer sich für einen anderen Titel entscheiden. Um diesbezüglich späteren Ärger zu vermeiden, empfiehlt es sich deshalb sich bereits vor der Planung mit einem möglichen Firmennamen auseinanderzusetzen und dann an einschlägiger Stelle nachzuprüfen, ob dieser noch unbesetzt ist.

Das schlussendliche und endgültige Einrichten der Schweizer Aktiengesellschaft verläuft anschließend über die Erstellung einer Öffentlichen Urkunde, die bestimmte Inhalte in sich festhält. Hierzu gehören etwa die Statuten des Unternehmens sowie die Angaben zu den Organen und Einlagewerten. Zu den Organen einer AG gehören die Generalversammlung, der Verwaltungsrat sowie die Revisionsstelle. Die Generalversammlung setzt sich aus sämtlichen Aktionären des Unternehmens zusammen, wohingegen der Verwaltungsrat sich aus verschiedenen Mitgliedern zusammensetzt, welche die AG nach außen repräsentieren. Die Revisionsstelle dagegen ist für die rechtlichen und steuerlichen Belange der Aktiengesellschaft zuständig. Erst wenn diese Abläufe und Gremien bestimmt und organisiert sind, kann die Aktiengesellschaft ins Handelsregister eingetragen werden und erhält den Status als AG.

Vorteile einer Schweizer Aktiengesellschaft

Neben dem bereits erwähnten Vorteil, dass das notwendige Aktienkapital auch mithilfe von Sacheinlagen gestellt werden kann, was gerade jungen Unternehmern zugute kommt, hat die Gründung einer Schweizer Aktiengesellschaft als Rechtsform für das eigene Unternehmen noch einen weiteren deutlichen Vorteil: Die Haftung der AG ist im Fall der Fälle auf das Vermögen der Gesellschaft beschränkt. Dies bedeutet, dass etwa beim Auftreten eines Konkurses die Gesellschafter schlimmstenfalls ihr Aktienkapital verlieren. Private Vermögenswerte bleiben beim Konkursgang einer Schweizer Aktiengesellschaft im Normalfall unberührt. Dies ist einer der wesentlichen Punkte, der die AG von einem Einzeltunternehmen unterscheidet, denn dort haftet der Unternehmensbesitzer in jedem Fall auch mit seinem Privatvermögen für die Verbindlichkeiten des Unternehmens.

Darüber hinaus existieren noch zahlreiche weitere mögliche Vorteile, welche die Gründung einer Schweizer Aktiengesellschaft mit sich bringen kann. Diese müssen jedoch im individuellen Fall ausgekundschaftet und zusammengestellt werden. Hierfür raten wir zur Kontaktaufnahme mir einem unserer versierten Mitarbeiter.