Die Kosten bei einer AG Gründung

Home  /  Die Kosten bei einer AG Gründung

Unternehmer, die sich mit einer vielversprechenden Geschäftsidee selbstständig machen möchten, müssen vor der Unternehmensgründung viele verschiedene Faktoren bedenken. Einer dieser Faktoren sind die Kosten, die bei einer Gründung anfallen. Diese sollte der Unternehmensgründer in jedem Fall stets im Hinterkopf behalten, um zu vermeiden, dass sie im Zuge des Gründungsprozesses überhand nehmen und der Neugründung dann bereits vorab schon einen Strich durch die Rechnung ziehen.

Die Kosten für eine Unternehmensgründung sind nicht ohne Weiteres vorab zu veranschlagen, da diese immer auch von der gewählten Rechtsform abhängen, in deren Rahmen das Unternehmen gegründet wird. Ein Existenzgründer, der sich beispielsweise als Freiberufler selbstständig machen möchte, hat mit einem äußerst geringen Kostenaufwand zu rechnen, da er sich lediglich beim zuständigen Finanzamt eine Steuernummer zulegen muss und im Anschluss bestenfalls direkt mit der Erwirtschaftung von Gewinnen beginnen kann.

Je umfangreicher die Rechtsform, desto größer wird letztendlich auch der Kostenaufwand, der mit der Gründung verbunden ist – dieser Merksatz kann allgemein als gültig angesehen werden. Hieraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die Gründungskosten bei einer Aktiengesellschaft, sprich einer AG, am höchsten sein müssen. Dies ergibt sich bereits aufgrund der notwendigen Einzahlung, an Grundkapital, welches für die Gründung einer Aktiengesellschaft erforderlich ist. Darüber hinaus können allerdings noch zahlreiche weitere Kosten anfallen, die von einem Unternehmensgründer unbedingt bedachte werden müssen.

Grund hierfür ist insbesondere die Tatsache, dass die meisten der verschiedenen Prozesse, die für die Gründung einer AG notwendig sind, nicht vom Unternehmer selbst durchgeführt werden können. Nachfolgend sollen einige dieser Kosten exemplarisch aufgezählt werden, um den Umfang derselben für Interessenten einschätzbar werden zu lassen. Letztendlich können diese Ausführungen aber nur auf einer generalisierten und beinahe schon abstrakten Ebene Auskunft erteilen, da die individuellen Kosten für eine AG Gründung nicht ohne weiteres über einen Kamm geschoren werden können. Spezifische Bedingungen und zahlreiche Einzelfaktoren können stets eine Rolle spielen und sollten dementsprechend in einer differenzierten Kalkulation im besten Fall bereits vorab zusammengefasst werden. Unsere Mitarbeiter stehen zu diesem Zweck gern zur Verfügung und erstellen bereits in der Planungsphase einen übersichtlichen Überblick über alle bereits vorhersehbaren Kosten. Darüber hinaus bieten wir verschiedene Lösungswege an, die dabei helfen können, den Kostenaufwand generell zu minimieren bzw. möglichst gering zu halten. Dies wird allein schon aufgrund der Tatsache möglich, dass wir in der Lage dazu sind, viele verschiedene Aufgaben, die mit der Gründung einer AG zusammenhängen, direkt zu übernehmen, wodurch weitere Kosten für externe Experten umgangen werden können.

Die Kapitaleinlage

Wenn es um die Gründung von Kapitalgesellschaften geht, interessieren sich viele Unternehmer in erster Linie für die Haftungsbeschränkung. Im Gegensatz zu einem Einzelunternehmen, muss der Existenzgründer im Fall eines Konkurses der AG nicht mit seinem persönlichen Vermögen haften. Stattdessen haftet ausschließlich die Gesellschaft mit ihrem Vermögen. Dieses Gesellschaftsvermögen muss allerdings bereits vor der Gründung der Aktiengesellschaft hinterlegt werden. Hierfür existieren verschiedene Richtlinien, welche die genaue Höhe des einzuzahlenden Betrags vorschreiben.

In Deutschland muss bei der Gründung einer AG beispielsweise ein Betrag von 50.000 Euro hinterlegt werden, wohingegen es bei einer Schweizer Aktiengesellschaft 100.000 Schweizer Franken sind. In Österreich dagegen beträgt das Grundkapital mindestens 70.000 Euro und wird in Aktien zerlegt. Je nach Gründungsland existieren verschiedene Bedingungen, die der Einlage des Grundkapitals zugrunde liegen. So muss bei der Gründung einer Schweizer Aktiengesellschaft beispielsweise nicht das gesamte Kapital bei der Gründung zur Verfügung stehen und kann in Teilen auch aus sogenannten Sacheinlagen bestehen.

Die Möglichkeit der Einsetzung von Sacheinlagen wie etwa Maschinen, Fahrzeuge oder Computer, für das Aufbringen des erforderlichen Kapitals ist für Unternehmensgründer häufig von besonderem Interesse. So müssen keine umfangreichen finanziellen Mittel liquidiert werden, sondern es lässt sich praktisch mit dem arbeiten, was ohnehin bereits vorhanden ist. Allerdings sollte diese Möglichkeit nicht endlos ausgereizt werden, was sich vor allem in Bezug auf die Wirkung auf Dritte  begründen lässt. So erweckt beispielsweise ein Unternehmen, dass bei der Gründung über keinerlei Bareinlage verfügt und die eigene Gründung lediglich mit Sacheinlagen finanziert, meist einen unseriöseren Eindruck, als ein Unternehmen, welches das Grundkapital in Form von Bargeld bereitstellen kann. Allerdings existieren in dieser Hinsicht nicht nur Schwarz-Weiß-Schattierungen sondern auch jede Menge Graustufen, die im individuellen Einzelfall mit einem unserer engagierten Mitarbeiter besprochen werden sollten.

Die versteckten Kosten

Während es sich bei der Finanzierung des Grundkapitals um einen finanziellen Posten handelt, der von den meisten Unternehmensgründern bereits von allein einkalkuliert wird, existiert noch eine ganze Reihe verschiedener kleinerer Posten, die oftmals aus dem Blickfeld der Jungunternehmer verschwinden. Eine Summierung dieser versteckten oder zumindest weniger beachteten Posten, kann jedoch dazu führen, dass das eigene Vorhaben des Unternehmers schlussendlich noch auf der Zielgeraden ausgebremst wird. Dementsprechend sollen einige dieser Posten kurz vorgestellt werden.

Eine AG kommt erst dann tatsächlich zustande, wenn sie im Handelsregister eingetragen wurde. Bereits dieser Schritt geht in der Regel mit einem beachtlichen Teil an Aufwendungen vonstatten, wobei die notariellen Kosten, die für die Prüfung und Beglaubigung verschiedenster Dokumente und Unterlagen notwendig werden, noch gar nicht eingerechnet sind. Des Weiteren sollte außerdem bedacht werden, dass für einen Unternehmensgründer, der eine AG einrichten möchte, zusätzlich noch Kosten für die Durchführung der Hauptversammlung entstehen, für die Kurssicherung sowie für die Prüfung und das spätere Publizieren des erstellten Jahresabschlusses. Hinzu kommen nach Anlauf der AG noch sämtliche anfallenden Steuern, sowie die Gehälter bzw. Entschädigungen für die verschiedenen Gremien und Organe.

Alles in Allem ist es ratsam, die Kosten einer AG Gründung, sofern möglich, auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Dies funktioniert in der Regel nur, wenn von vornherein alle relevanten Faktoren bedacht und einkalkuliert werden. Interessierte sollten sich demzufolge möglichst direkt in der Planungsphase an uns wenden, damit wir dabei helfen können, sämtliche Aufwendungen im Zuge der AG Gründung zu regulieren.